Hausrat oder steuerpflichtiges Vermögen?

Befinden sich im Vermögen Gegenstände, welche über das übliche Mass der persönlichen Effekten und Gebrauchsgegenstände des Alltags wie Möbel, Teppiche Bilder, Kleider, Uhren und Schmuck, hinausgehen, sind diese als steuerpflichtiges Vermögen zu deklarieren.

Dabei gilt zu unterscheiden, ob z.B. ein Bild steuerfreien Hausrat darstellt oder als Kapitalanlage einzustufen ist.

Wie kann eine Zuteilung vorgenommen werden? Das Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich hat als wesentliches Kriterium die zusätzlich zur Hausratversicherung vorhandene Objekt- bzw. Wertsachenversicherung genannt. Im konkreten Fall hatte eine Steuerpflichtige ein geerbtes Bild nicht als Vermögen deklariert aber mit einem Wert von Fr. 150‘000 versichert. Beim Verkauf des Bildes kam der Wert als Vermögenszunahme zutage, dies hätte auch durch die Inventaraufnahme beim Erbgang geschehen können.

Das Gericht hat der Steuerbehörde die Nachbesteuerung des nicht deklarierten Vermögens über mehrere Jahre zugesprochen.

Die Bewertung von Sammlungen ist nicht einfach. Der Versicherungswert scheint dabei ein Hilfsmittel zu sein. Das Steueramt hatte als Vermögenswert den weit über dem Versicherungswert liegenden Verkaufspreis gewählt, diesen Ansatz hat das Verwaltungsgericht als nicht massgebend eingestuft.

Der Steuerpflichtige muss das Vermögen vollständig deklarieren. Werden die dabei zur Anwendung gelangenden Bewertungsansätze im Veranlagungsverfahren durch die Behörde akzeptiert, kann nachträglich keine Nachsteuer erhoben werden, selbst wenn die Bewertung ungenügend war.

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